Welche Arten von Masken gibt es und wovor schützen sie?

By in
398
Welche Arten von Masken gibt es und wovor schützen sie?

In Deutschland wie auch in Österreich gilt seit einiger Zeit die Maskenpflicht in öffentlichen, geschlossenen Räumen wie beispielsweise Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel, Banken oder Behörden. Die Ausbreitung des Coronavirus soll dadurch weiterhin eingedämmt werden, um eine mögliche zweite Welle der Pandemie zu verhindern.
Bei vielen Menschen ist dabei immer wieder die Frage aufgetaucht, wie effektiv
Atemschutzmasken nun wirklich sind.

Wovor schützen sie und worauf sollte man beim Tragen achten?

Im Folgenden ein Überblick über die verschiedenen Maskentypen und welchen Schutz sie
bieten.

Einwegmasken (MNS-Operationsmasken)

Einwegmasken, die auch als Mund-Nasen-Schutz bei Operationen zum Einsatz kommen, haben in erster Linie die Funktion, andere vor einer Tröpfcheninfektion zu bewahren. Denn beim Niesen, Sprechen und selbst schon beim Ausatmen gibt man sogenannte Aerosole bzw. schwebende Tröpfchen an die Umgebung ab.

Der Speichel enthält Mikroorganismen und Krankheitserreger, die
einen anderen Menschen infizieren können, sobald sie in Kontakt mit dessen Schleimhäute
kommen. Dazu zählt übrigens auch schon die Bindehaut der Augen.

Einwegmasken halten diese Aerosole zurück und reduzieren so die Ansteckungsgefahr für andere Personen. Doch es besteht dabei auch ein gewisser Eigenschutz, denn eine Maske verhindert, dass man sich mit den Händen direkt am Gesicht berührt, was normalerweise oft unbewusst geschieht.

Bei den einfachen Atemschutzmasken ist jedoch unbedingt darauf zu achten, sie nach etwa einer halben Stunde auszutauschen. Je länger sie vom Atem durchfeuchtet werden, desto weniger wirksam sind sie, denn Aerosole können dann durch die Maske hindurchdringen.

einkaufen mit mundschutzmasken

FFP-Masken und ihre unterschiedlichen Schutzklassen

Im Gegensatz zum einfachen Mund-Nasen-Schutz bieten FFP-Masken auch Schutz für den Träger selbst. FFP steht für „Face Filtering Piece“, die Maske besitzt also ein eingebautes Filtermaterial, das Aerosolpartikel herausfiltert (bis zu einer Größe von 0,6 μm). Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Klassen an Schutzwirkung und Dichtung.

FFP1-Masken

Bei Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 darf die Gesamtleckage (Durchlässigkeit des Filters) maximal 25% betragen. Masken dieser Art werden zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie oder im Bauwesen zum Schutz vor Staub eingesetzt. So verringern sie auch den Anteil infektiöser Tröpfchen in der eingeatmeten Luft und stellen damit eine wesentlich sichere Variante im Kampf gegen Covid-19 dar als Einwegmasken.

FFP2-Masken

Mundschutz ab Klasse FFP-2 wird im medizinischen Bereich eingesetzt. Bei diesen Masken darf die Gesamtleckage nur mehr maximal 11% betragen. Sie schützen vor gesundheitsschädlichem Staub, Rauch und Aerosolen.

FFP3-Masken

Dies ist die höchste Schutzklasse mit einer Gesamtleckage von 5%. Sie wird im medizinischen
Bereich eingesetzt und filtert Viren, Bakterien und Pilzsporen maximal heraus. FFP3-Masken
stellen dadurch auch den bestmöglichen Schutz vor Sars-Cov-2 dar. Selbst radioaktive und
krebserregende Stoffe werden durch Masken dieser Art herausgefiltert.

Mit oder ohne Ventil?

FFP-Masken sind mit oder ohne Ventil erhältlich. Die sicherste Variante sind Masken ohne Ventil, denn sie filtern sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft. Der Nachteil dabei ist leider, dass das Atmen behindert wird und körperliche Arbeit sehr schwer fällt. Bei Masken mit Ventil fällt das Atmen zwar leichter, sie filtern jedoch nur die eingeatmete Luft und bieten daher zwar Eigenschutz, aber keinen Fremdschutz mehr.

54321
(0 votes. Average 0 of 5)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.